Spielbericht. HSV Nidderau – OFC Kickers 27 : 30 (11:17)
Zum Heimspiel im „Bertha-Dome“ empfing die 1. Männermannschaft des HSV Nidderau den Tabellenzweiten aus Offenbach. Die Gäste waren als haushoher Favorit angereist, zudem sie schon das Hinspiel mit 19 Toren Unterschied gewonnen hatten.
Doch wer glaubte, dass der HSV sich wehrlos dem Favoriten ergab, sah sich getäuscht denn die Zuschauer erlebten eine Heimmannschaft, die aufspielte als ob sie nicht schon ein sicherer Absteiger aus der BOL wäre.
Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen ein Spiel voller Spannung und temporeichem Handball.
Die erste Halbzeit dominierten die Offenbacher mit ihrem gewohnten Tempospiel. Der HSV ließ sich aber nicht abschütteln und spielte in Ruhe seine Angriffe aus und war bis zum 9:9 in der 21. Minute gleichwertig. Das war aber auch ein Verdienst der guten Abwehrarbeit, denn die Gäste konnten im gebundenen Spiel gerade durch die Mitte nicht die Stärke ihrer Laufarbeit aufziehen, weil in der Mitte der HSV-Abwehr ein „Bollwerk“ stand, dass vor allem Neuzugang Haris Papst gut organisierte und auch aggressiv anführte.
Die letzten 10 Minuten der 1. Hälfte gab es durch einen 0:4 für den OFC einen kleinen Einbruch bei den Nidderauern, die bis dahin mit ihrer ersten 7 komplett durchspielten und es nach leichten Ballverlusten und vergebenen Chancen wieder mit Tempogegenstößen der Gäste zu tun bekamen, die sich diese Chancen nicht entgehen ließen und bis zur Halbzeitpause bis auf 11:17 davonzogen.
Das der HSV die zweite Halbzeit mit 16:13 siegreich gestaltete war einer unbändigen kämpferischen und spielerisch glänzenden Leistung des gesamten Teams zu verdanken.
Der OFC behielt zwar im Großen und Ganzen die Oberhand, spielte sich aber ganz und gar nicht in die Herzen seiner Fans, denn der HSV schaffte es immer wieder durch klare und gut herausgespielte Tore die Abwehr der Gäste zu überwinden und kam noch einmal in der 45. Spielminute bis auf 5 Tore heran.
Die Gäste begannen nun in Form ihres Coaches mit den Schiedsrichtern zu hadern und brachten sich selbst ein wenig aus dem Konzept.
Doch an den Schiris lag es nicht, dass die Offenbacher etwas den Faden verloren, denn diesen konnte man an diesem Tag eine tadellose Leistung bescheinigen, eine der stärksten Gespanne die in dieser Saison nach Nidderau anreisten.
Die Gäste profitierten in den letzten Minuten von ihrer vollbesetzten Bank, setzten jetzt wieder Spieler ein, die zur Stammsieben gehörten, aber die Nidderauer trotzten auch dieser kräftemäßigen Überlegenheit.
Das es am Ende nicht zu einem verdienten Punktgewinn gereicht hat und man mit 3 Toren verloren hat, war der kleinen Schwächephase in der ersten Halbzeit zu verdanken. Die Zuschauer jedenfalls feierten ihre Mannschaft am Ende mit minutemlangen Beifall.
Für den HSV waren im Einsatz: Johann Peters und Nils Nastaly im Tor, Yannic Amara 8/4, Tim Prager 5, Wolfgang Rost 5, Haris Papst 3, Tobias Lipp 3. Tobias Wiechert 2, Jan König 1, Olav Hetzheim-Reid, Noah Kral.
Redaktion: Manfred Lipp